Windstar Cruises Schiffsbewertung

Kreuzfahrt Segelschiff Windstar

Wir waren mit der WIND STAR im August 2016 im Mittelmeer unterwegs. Die Passagiere bestanden zu je 50% aus Amerikanern und aus Westeuropäern. Es waren einige Familien mit fast erwachsenen Kindern an Bord. Ein  weitgereistes Publikum, mit dem man, bei nur 110 Passagieren, schnell in interessante Gespräche kommt.

Das Private Event entpuppte sich nicht als dumme Touristenattraktion sondern als nettes Highlight – genauso wie das Deck-Barbeque unter Sternen.

Es war eine rundum empfehlenswerte Reise zu einem guten Preis.

WindSurf Schiff

Der Lounge sah man das Alter des Schiffes etwas an. Braune Möbel und Teppich wirkten wenig einladend und nicht mehr so ganz zeitgemäß. Als Aufenthaltsraum bei schlechtem Wetter möchte man ihn sich nicht vorstellen. Das Restaurant wirkte hingegen mit seinen weißen Tischdecken und den Panoramafenstern gemütlich. Die Veranda-Bar auf einem der oberen Decks, wo man Frühstück und Mittagessen einnahm, war neu und bot v.a. draußen schöne Sitzgelegenheiten. Auch die Poolbar war ein beliebter Aufenthaltsort mit maritimen Charakter und einigen gemütlichen Sitzecken. Der Poolbereich ist am Heck, erstreckt sich über zwei Decks und bietet deshalb einen herrlich freien Blick aufs Meer. Die mit blauen Polstern bedeckten Teak-Liegen sind ausreichend vorhanden und warten mit einem zusammengerollten Handtuch auf die Passagiere. Das Deck direkt vor der Brücke dient als weiterer Liegebereich für die Passagiere und ermöglicht den Blick über den Bug nach vorne.

Fast alle Kabinen der WIND STAR sind identisch. Die unterschiedlichen Preise werden nur durch die Lage bestimmt.

Die Kabinen waren gemütlich und so eingerichtet, dass zwei kurze Polsterbänke mit Tischchen dazwischen als Essecke genutzt werden konnten. Bei Dreierbelegung wird daraus das dritte Bett gebildet. In der Minibar stehen kostenlose Softdrinks bereit. Jeder Passagier erhält zusätzlich eine 1-Liter Aluflasche, die er gefüllt mit auf Landausflüge mitnehmen kann.

Das Bad verfügte über eine Dusche mit Vorhang.

Bedingt durch die kleine Größe der WIND STAR waren ggl. die Geräusche der Stabilisatoren zu hören. Auch schwappt das Wasser bei Seegang der unteren Decks gerne über die Bullaugen.

Gastronomie:

Morgens und mittags wurden die Mahlzeiten in der Verandabar der WIND STAR eingenommen. Da viele Amerikaner gerne klimatisiert leben, aßen sie drinnen, so dass im Außenbereich immer ein Platz frei war. Das Buffet war durchaus auf den amerikanischen Geschmack ausgerichtet mit täglichem Bread and Butter-Pudding, Speck und Würstchen. Es gab eine Station, an der Eierspeisen a la minute zubereitet wurden und eine etwas schwachbrüstige Ecke mit ein paar Brotsorten. Im Zentrum des Raums wird dann auch der verwöhnte Mitteleuropäer fündig mit Müsli, Smoothies, Obstsalat, Gemüse und Salaten. Heiße Getränke wurden am Tisch serviert. Schon am zweiten Tag hatte der Kellner die individuellen Wünsche parat. Zusätzlich gab es eine Karte, von der man einzelne Gerichte bestellen konnte.

Mittags wurde ein reichliches Buffet angeboten und ebenfalls die Möglichkeit, einzelne Gerichte wie z.B. hervorragenden Fisch oder auch nur ein Club Sandwich a la carte zu bestellen.

Nachmittags wird am Pool ein kleines Kaffee-Buffet aufgebaut, und zur Happy Hour wanderte ein Kellner mit einem Tablett voller Amuse Gueules durch die Lounge zur Poolbar.

Das Abendessen wurde als 4-Gang-Menü im Restaurant serviert. Einmal in der Woche diniert man reihum im „Candles“, dem zum Open-Air-Restaurant umgebauten Pooldeck. Ein weiterer Abend wird für ein Deck-Barbecue genutzt.

Service:

Die Offiziere der WIND STAR waren Engländer oder Amerikaner, während das Servicepersonal aus Indonesiern bestand. Zweitere waren im Service nicht perfekt, aber kompensierten das mit einem freundlichen Lächeln.

Die Damen an der Rezeption brachten das Kunststück fertig, innerhalb von 24 Stunden alle 110 Gäste mit Namen ansprechen zu können.

Unterhaltung:

Abends spielte in der Lounge eine kleine, aber dafür laute Band auf. Viele Gäste blieben jedoch an Deck, an der Bar oder zogen sich mit DVDs in ihre Kabine zurück.

Sport/Wellness:

Auf den Windstar Kreuzfahrten wird in Abhängigkeit vom Wetter versucht, zwei Mal in der Woche, wenn das Schiff vor Anker liegt, das Wassersportangebot von der Badeplattform aus zu nutzen. Dann werden Laser, Surfbretter, Stand-up Paddleboards und Wasserski bereitgestellt und jeder kann alles ausprobieren. Zusätzlich gab es einen kleinen Wellnessbereich mit Fitnesscenter und morgens die Möglichkeit, am Frühsport teilzunehmen.

Nebenkosten:

Alkoholische Getränke sind extra zu bezahlen und sind nicht besonders günstig. Ein Cocktail kostet ca. 11 Euro.

Dresscode:

Tagsüber ist der Stil auf der WIND STAR leger. Eher Polohemd als T-Shirt. Abends wird erwartet, keine Jeans zu tragen, was allerdings unterschiedlich interpretiert wurde. Ein Sakko hingegen ist nicht nötig.

Tipps/Empfehlungen:

Auf den beiden kleinen Windstar-Seglern sollte man eher eine Route wählen, bei der man den Deckbereich und das Wassersportangebot nutzen kann.

Besonderheiten:

Bei Windstar herrscht eine Open-Bridge-Policy. Nur in wenigen Situationen, die die volle Konzentration der Offiziere erfordert, bleibt sie gesperrt. Manöver kann man direkt hinter dem Kapitän auf der Nock stehend verfolgen und belauschen. Ein großes Highlight!

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