UnCruise Schiffsbewertung

UnCruise Expeditionskreuzfahrten

UnCruise Alaska kleine Kreuzfahrtschiffe

Wir waren mit der SAFARI ENDEAVOUR im November 2016 in Mexiko unterwegs. Das Schiff  gehört zu der luxuriöseren Hälfte der Flotte von UnCruise. Dennoch darf man nur einfache Kabinen erwarten. Wir empfanden das aber nicht als großes Manko, da sich das Leben überwiegend an Deck und an Land bzw. an und im Wasser abspielt. Außerdem wiegen der hervorragende Service, der nette und sehr persönliche Kontakt sowohl zur Crew als auch zu den Gästen dieses kleine Defizit auf. Das Schiff war mit 38 Passagieren nur zur Hälfte belegt. Die Passagiere sind überwiegend Nordamerikaner, weitgereist und kontaktfreudig. UnCruise ist das Richtige für Kreuzfahrer, die die die Nähe zur Natur suchen, Freude an dem Wassersportangebot von UnCruise haben und ein unprätentiöses Umfeld suchen.

Die Lounge war gemütlich, ebenfalls mit ausreichend Ferngläsern versehen. Ein Mappe mit Fotos und den Namen aller Passagiere und Crewmitglieder lag aus und erleichterte das Kennenlernen. Alle Räume wurden regelmäßig aufgeräumt und waren tadellos sauber.

An Deck gibt es zwar keine Liegen, aber weiss lackierte Holzstühle und -tische.

Die Kabine der Kategorie "Captain Cabin" war einfach und klein. Die Schubladen waren z.B. aus Blech und der hochflorige Teppichboden schon etwas in die Jahre gekommen. Die Bettdecke bestand aus einem typisch amerikanischen Cover, das halb von einem Bettlaken umwickelt war. Beides aus synthetischen Materialien. Das Bad war eine Nasszelle der üblichen Größe, die Dusche mit Duschvorhang. Die Sauberkeit war tadellos. In jeder Kabine befindet sich ein Fernglas, das spontane Naturbeobachtungen ermöglicht.

Das Interessante: auf den Un-Cruise Schiffen herrscht eine „open-door-policy“, d.h. man kann die Kabine nur von innen verschließen, lässt sie deshalb beim Verlassen der Kabine offen zurück.

Es war großartig, sich nicht ständig um Kabinenschlüssel sorgen zu müssen!

Gastronomie:

Den Frühaufsteher erwartet ein Buffet mit ein paar Kleinigkeiten. Auf den Schiffen der Adventurer Klasse gibt es dann etwas später ein Buffet, während auf der Safari-Klasse das Frühstück serviert wird. Dabei werden drei Frühstückvarianten vorgestellt, die aber nach Belieben variiert werden können. Bei allen Mahlzeiten werden drei Optionen (Fleisch, Fisch, vegetarisch) angeboten. Das Mittagessen bestand aus einem üppigen Snack, z.B. Club-Sandwich oder Wraps und einem Dessert. Abends gab es ein Drei-Gang-Menü. Alle Mahlzeiten werden ohne die Verwendung von Convenience Produkten zubereitet. Sie waren sehr delikat und hatten einen landestypischen, in unserem Fall mexikanischen, Bezug.

Zusätzlich zu den drei Hauptmahlzeiten gab es ein einfaches Kuchen- und Cookie-Buffet. Zur Happy Hour wurden Kleinigkeiten wie gefüllte Pilze oder Quiche und eine große Auswahl an Drinks aus der der gut sortierten Bar angeboten. Während des ganzen Tages standen ein Obstkorb und Snacks für den kleinen Hunger bereit.

An den Strandtagen wurden leckere Kleinigkeiten, Obst und Getränke am Strand serviert.

Einmal in der Woche wurde die Happy Hour an Deck angeboten.

Als Clou gibt es zusätzlich eine Weinbar, aus der man sich gekühlten Wein zapfen kann. Der Wein stammt aus dem Anbaugebiet des Columbia River, wo UnCruise Flusskreuzfahrten durchführt und den Wein für die ganze Flotte einkauft.

Service:

Anders als auf normalen Kreuzfahrtschiffen bestand die Crew ausschließlich aus Amerikanern. Die meisten wurden in mehreren Positionen gleichzeitig eingesetzt. D.h. der Kapitän half beim Tendern, Die Bedienung im Restaurant fungierte gleichzeitig als Zimmermädchen. Der Service war zuvorkommend, dabei gleichzeitig locker amerikanisch.

Schnell wurden die Gäste mit Namen angesprochen.

Unterhaltung:

Bei UnCruise stehen die Natur und die Aktivitäten, die angeboten werden, im Mittelpunkt. Jeden Abend gab es einen Vortrag mit anderem Schwerpunkt.

Sport/Wellness:

Bei allen Kreuzfahrten besteht die Möglichkeit, Stand-Up Paddling zu machen, Kajak zu fahren oder zu schnorcheln. Jeden Morgen wird Yoga an Deck angeboten. Für den Rest des Tages stehen in dem Bereich an Deck ein paar Fitnessgeräte.

Es gibt ein kleines Wellness-Angebot. Auf der SAFARI ENDEAVOUR war eine Massage im Preis enthalten.

Nebenkosten:

Die Trinkgeldempfehlungen sind relativ hoch, wurden aber offensichtlich von vielen nach unten angepasst.

Dresscode:

Bei UnCruise wird bequeme Outdoorkleigung getragen. Auch abends bleibt der Kleidungsstil leger.

Tipps/Empfehlungen:

Badeschuhe o.ä. nicht vergessen. Es gibt ggl. „wet landings“.

Sonnencreme und Mückenschutz kann man hingegen zu Hause lassen. Beides wurde in biologisch abbaubarer Qualität an Deck und an Land bereitgestellt.

Auf dem Bartresen stand stets eine Schale mit Tabletten gegen Seekrankheit parat.

Besonderheiten:

UnCruise hat sich sehr der Nachhaltigkeit verschrieben:

Das Essen wird soweit wie möglich vor Ort eingekauft. Lokale Fischer arbeiten teilweise exklusiv für UnCruise und liefern ihren Fang frisch ab.

Vom Dinghi aus werden nebenbei Plastikabfälle aus dem Wasser gefischt.

Selbst die Kohle des Barbecues wird wieder mit an Bord genommen. Küchenabfälle werden gehäckselt, portioniert und einem lokalem Terrarium als Futter gespendet.

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