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SILVER SHADOW Schiffsbewertung

Silversea Schiffsbewertung

Silversea kleine Kreuzfahrtschiffe

Silversea Schiffsbewertung

Im Februar 2019 sind wir mit der SILVER SHADOW der Reederei Silversea in fünf Tagen von Singapur nach Ho-Chi-Minh-Stadt gefahren. Mit 350 Passagieren war die SILVER SHADOW ausgebucht. Je ca 40% der Passagiere waren Amerikaner und Engländer. Der Rest waren zu gleichen Teilen Deutsche, Niederländer, Franzosen und weitere Nationen. Das Durchschnittsalter der Passagiere betrug ca.70 Jahre und bestand nahezu ausschließlich aus Paaren.

Die 19 Jahre alte SILVER SHADOW war gut in Schuss und verfügte über ein hervorragendes Verhältnis Platz pro Passagier. Auch die Anzahl der Servicekräfte war mehr als ausreichend.  Insofern drängt sich ein Vergleich zur EUROPA von Hapag-Lloyd Cruises (bis 2019) auf. Wer bereit ist kleine Abstriche in Sachen Service und Gastronomie zu machen, die Herzlichkeit asiatischen Services genießen will und Freude an internationalen Kontakten hat, ist bei Silversea richtig.

SILVER SHADOW

Die SILVER SHADOW verfügt über zwei Panoramalounges. Die größere geht nach hinten heraus und hat einen kleinen Außenbereich. Die andere, deutlich kleinere, liegt über der Brücke und muss deshalb nachts verdunkelt werden.

Das Hauptrestaurant liegt auf Deck 4 und ist groß genug, um in einer Sitzung essen zu können. Ein zweites Restaurant „La Terrazza“ mit Außenbereich findet sich am Heck.

Die SILVER SHADOW verfügt auf Deck 8 über einen ca. 7m langen Pool mit zwei Whirlpools. Auf den beiden darüber liegenden Decks blickte das verwöhnte Auge leider auf blauen Kunstrasen anstelle von Teakdeck, welches man auf einem Schiff dieser Preisklasse erwarten würde.

Die klassische Aufteilung des Schiffes wird durch ein Theater, das sich über zwei Decks erstreckt, abgerundet.

Silversea kleine Kreuzfahrtschiffe

Wir bewohnten die mit 27qm kleinste Kabinenkategorie der SILVER SHADOW, die Vista Suite. Der Sitzbereich am Fenster konnte durch einen Vorhang vom Schlafbereich abgeteilt werden. Die Suite war klassisch eingerichtet und in rot-beige Tönen gehalten.

Das Bad verfügte eine Badewanne und zwei Waschtische – eine Seltenheit auf Kreuzfahrtschiffen. Pflegeprodukte von Bulgari waren ein weiteres I-Tüpfelchen.

Die Sauberkeit der Kabine war leider nur oberflächlich. Alle nicht auf den ersten Blick sichtbaren Bereiche waren staubig und die Kabinendecke verfleckt, als wäre einmal eine Cola-Dose explodiert.

Die Minibar wurde nach Wunsch bestückt. Abends erwartete den müden Kreuzfahrer edle Criollo Schokolade von Domori als Betthuperl.

Silversea Restaurant

Gastronomie:

Auf der SILVER SHADOW gab es neben dem Hauptrestaurant ein italienisches Restaurant mit Außenterrasse „La Terrazza“, das aufpreispflichtige Relais & Chateaux Restaurant „La Dame“ und ein Pool Grill.

Die Speisekarten änderten sich alle drei Tage in Teilbereichen. Insofern machte es Sinn, die Restaurants durchzuwechseln.

Morgens und mittags bediente man sich am Buffet, abends wurden Menüs serviert.

Das Frühstücksbuffet war auf den internationalen Geschmack ausgerichtet. D.h. es gab viele warme Gerichte, aber wenig Brotsorten. Irish Whiskey auf dem morgendlichen Buffet überraschte etwas. Die unterschiedlichen, frischen Beeren wurden wohlwollend zur Kenntnis genommen, verwunderten aber in den Tropen. Da hätten wir z. B. eher Mangos oder Maracujas erwartet.

Das mittägliche Buffet war relativ abwechslungsreich, bot jedoch wenig Gemüse. Viele der Speisen waren nicht richtig heiß. Die Käseauswahl war für eine europäische Reederei im Luxussegment extrem schwachbrüstig.

Nachmittags wurde in der Panoramalounge eine Etagere mit Kuchen, Sandwiches, Scones und Cookies serviert.

Das abendliche Menü bestand im Restaurant „La Terrazza“ aus einer täglich identischen Vorspeisenplatte, die zu einem automatischen Regulativ wurde, um andere Restaurants zu besuchen. Eine willkommene Abwechslung war das Grillen auf dem Heißen Stein am Pool Grill, auch wenn die grelle weiße Beleuchtung und der etwas nachlässigere Service dem Ambiente nicht gerecht wurden. Das Hauptrestaurant hatte durchwegs sehr gute Speisen. Am Restaurantausgang warteten kandierte Ingwerstäbchen.

Getränke in einer sehr guten Qualität waren bis hin zum Champagner im Preis enthalten.

Silversea Butler

Service:

Die Besonderheit bei Silversea ist der Butlerservice in allen Kabinenkategorien. Unser Butler auf der SILVER SHADOW war ein hinreißender Burmese, der uns allerdings nicht präsent genug war. Der Service unterschied sich in nichts von dem eines gut geschulten Zimmermädchens.

Der Service bei Tisch war souverän.

An Deck wurde immer wieder einmal nach Getränkewünschen gefragt.

SILVER SHADOW Unterhaltung

Unterhaltung:

Das Unterhaltungsprogramm auf der SILVER SHADOW war klassisch und gut. Ein hochkarätiger Lektor vermittelte Hintergrundwissen zu den Zielgebieten. Einmal gab eine hochwertige Folkloregruppe Darbietungen.

Silversea

Sport/Wellness:

Der Spa und der Fitnessbereich auf der SILVER SHADOW waren überschaubar, wurden aber von sehr liebenswürdigen Personal verwaltet, die es verstanden, Berührungsängste zu nehmen. Der einzige Sportkurs, der angeboten wurde, war Yoga.

Silversea Nebenkosten

Nebenkosten:

WLAN für ein Gerät pro Kabine, alle Getränke und das Trinkgeld sind im Reisepreis enthalten.

Landausflüge waren extra zu bezahlen und waren hochpreisig.

SILVER SHADOW Dresscode

Dresscode:

Tagsüber sah man auf der SILVER SHADOW viele Polo-Hemden oder kurzärmelige Hemden. Für den Abend gab es Kleidungsvorschläge wie „casual“, „informell“, „formell“. Bei „casual“ trug man überwiegend Hemd und Hose, bei informellen Abenden zusätzlich ein Sakko. Am formellen Abend war ein Anzug erwünscht, im „La Terrazza“ reichte auch ein Sakko.

Silversea

Tipps/Empfehlungen:

Reservieren Sie die Restaurants im Voraus. Änderungen an Bord sind immer noch möglich! Wer den „formellem“ Dresscode umgehen will, der in der Regel an einem Abend der Kreuzfahrt vorgeschrieben ist, reserviert für den Abend das „La Terrazza“ oder den Pool Grill.

Wenn die SILVER SHADOW auf See war, wurde das Außenrestaurant des „La Terrazza“ nicht gerne geöffnet, da man es für zu windig hielt. Das sollte man bei seinen Reservierungen berücksichtigen.

SILVER SHADOW

Besonderheiten:

Auf der SILVER SHADOW gab es drei Wäschereien mit Trocknern und Bügeleisen, die man für eine kleine Wäsche zwischendurch selbst nutzen konnte.

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