SILVER MOON Schiffsbewertung

Silversea Schiffsbewertung

Silversea kleine Kreuzfahrtschiffe

SILVER MOON

Mit der SILVER MOON war ich im April 2022 im Mittelmeer unterwegs. Das Schiff aus der Muse-Baureihe war zwei Jahre alt und mit 455 Passagieren belegt. Damit betrug die Auslastung 75% Prozent. Mit einer Crew-Stärke von 414 ergab sich fast ein Verhältnis von 1:1. Die große Mehrheit der Passagiere kam aus den USA, gefolgt von Engländern und 40 deutschen Passagieren. Das Durchschnittsalter lag ca. bei 60 bis 65 Jahren.
Die SILVER MOON ist wie ihre Schwesterschiffe auf die Vorlieben amerikanischer Passagiere zugeschnitten. Luxus wurde groß geschrieben und durch die mehrheitlich asiatische Crew liebenswürdig umgesetzt.

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Auf der SILVER MOON lagen die Kabinen ausschließlich im vorderen, die öffentliche Bereiche im hinteren Teil des Schiffes. Einzige Ausnahme bildete die Panorama Lounge mit Bibliothek über der Brücke. Sie war über eine Treppe mit einem unmöblierten und deshalb ungenutzten Aussichtsbereich auf Deck 12 verbunden.
Acht Restaurants, davon drei mit Außenbereich boten viel Abwechslung. Alle Heckterrassen waren vollständig überdacht.
Die SILVER MOON verfügte auf Deck 10 über einen großzügigen 15m langen Pool mit zwei Whirlpools. Liegen und breite „Sun Beds“ standen für Sonnenanbeter bereit. In allen Deckbereichen war künstliches Teak verlegt.  
Auch unter Deck überzeugte das großzügige Platzangebot in der Form von mehreren Lounges und einem Theater, das für Vorträge und Shows genutzt wurde. 

Der Stil der Einrichtung war sehr klassisch.

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Ich bewohnte eine großzügige, 30qm große Deluxe Veranda Suite. Dies war die Standard Kabinengröße auf der SILVER MOON. Alle Kabinen verfügten über einen mit Vorhang abtrennbaren Wohnbereich mit einem Sofa, einem Sessel, einem Tisch und einer langen Konsole mit einem Stuhl. Es gab dort ausreichend Steckdosen für unterschiedlichen internationalen Stecker sowie USB-Stecker. Die Einrichtung der Kabine war sehr klassisch und unterschied sich stilistisch wenig von den älteren Schwesterschiffen. Auch bei den Lichtschaltern hatte man auf komplexe Menüs verzichtet. 
Zum Arbeiten eignete sich die Konsole nur bedingt, da der dazu gehörige Stuhl relativ niedrig war. 

Eine Minibar wurde nach Wunsch bestückt.
Der Balkon der SILVER MOON war mit Kunstteak ausgelegt und hatte Platz für zwei Stühle mit Fußhockern und einem Tisch, der hoch genug war, um daran eine Mahlzeit einzunehmen.
Das Bad hatte ein Waschbecken, eine begehbare Dusche und eine Badewanne. Es war viel Ablagefläche vorhanden.

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Gastronomie:

Auf der SILVER MOON war das Frühstück auf den internationalen Geschmack ausgerichtet mit vielen warmen Gerichten und überwiegend weißem oder süßem Gebäck. Der Joghurt stand abgepackt auf dem Buffet und war gezuckert. Ungesüßter war auf Nachfrage erhältlich. Die etwas schwachbrüstige Aufschnitt- und Käseauswahl wurde durch ein üppiges Obstsortiment inkl. Beeren kompensiert. Bemerkenswert war die Smoothie-Station, an der man sich aus ca. 20 Obst- und Gemüsesorten eine Vitaminbombe mixen lassen konnte.

Das mittägliche Buffet war relativ abwechslungsreich, bot jedoch abgesehen vom Salatbuffet wenig Gemüse und vegetarische Optionen. Sensationell war das Kuchenbuffet, das ich mir in der Form nachmittags gewünscht hätte. 
Das Kaffeetrinken fand im neuen „Arts Café“ statt, wo man aus Scones, Keksen, Kuchen, Obst und Sandwiches wählen konnte. Es war ganztägig geöffnet, genauso wie die hervorragende Pizzeria am Pool.
Alle Restaurants hatten ein festes Menü, so dass man der Abwechslung halber gerne die verschiedenen Lokale ausprobierte. Die Qualität war sehr gut. Besonders gefiel mir das neue „S.A.L.T“ Restaurant, das eine kleine, täglich wechselnde Karte mit ausschließlich lokalen Gerichten bot. 
Die Feinschmeckerrestaurants „La Dame“ und „Kaiseki“ waren aufpreispflichtig.
Getränke in einer sehr guten Qualität waren bis hin zum Champagner im Preis enthalten.

 

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Service:

Der Service auf der SILVER MOON war sehr freundlich und liebenswert. Ein „nein“ schien es nicht zu geben. 
Bei Silversea gibt es in jeder Kabinenkategorie einen Butlerservice. Er richtete gerne ein heißes Bad mit einer Auswahl an Badesalzen an, packte den Koffer aus, bot proaktiv "standing orders" an und stand für spontane Sonderwünsche zeitnah und bereitwillig zur Verfügung. 

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Unterhaltung:

Das Unterhaltungsprogramm auf der SILVER MOON war klassisch und gut. Ein Lektor hielt täglich Vorträge. Abends gab es gelegentlich Shows. 
Neu ist das „S.A.L.T. Lab“, eine Kochschule, die kostenlos Kochkurse anbietet und dabei kulinarisches Hintergrundwissen zu den Zielgebieten vermittelt. 

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Sport/Wellness:

Die SILVER MOON verfügte über einen Fitnessbereich mit ausreichend Geräten und Blick aufs Meer. Mehrmals am Tag wurden Yoga, Pilates oder andere Kurse angeboten.
Der Spa hatte einen schönen Außenbereich mit Liegen und kleinem Pool erhalten, der durch grünen Kunstrasen "geschmückt" wurde.

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Nebenkosten:

Bei Silversea halten sich die Nebenkosten in Grenzen. Die An- und Abreise ab der Haustür, ein Landausflug pro Hafen, Trinkgeld und selbst hochwertige Getränke sind bereits inklusive. 

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Dresscode:

Auf der SILVER MOON war der Dresscode tagsüber leger, wobei man natürlich eher Polos und kurzärmelige Hemden als T-Shirts sah.
An den Abenden gab es Kleidungsvorschläge wie „casual“, „informell“ oder einmal pro Woche „formell“. Frauen waren mit entsprechenden Hosen/Röcken und Kleidern gut bedient, Herren sollten an den „informellen“ Abenden ein Sakko tragen, an den „formellen“ Abenden einen Anzug.
Im „Terrazza“ und im Pool-Restaurant reicht auch an den Abenden ein Sakko. Außerdem kann man zu jeder Zeit, wenn man einen Dresscode umgehen möchten, den Room-Service bemühen.

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Tipps/Empfehlungen:

Silversea bietet im Zusammenhang mit dem S.A.L.T.-Programm kulinarische Ausflüge an. Buchen Sie sie vorher. Sie sind immer ausgebucht.
Eine Reservierung der Restaurants ist sinnvoll. Sie können sie jederzeit absagen oder ändern.

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Besonderheiten:

Auf der SILVER MOON gab es auf jedem Deck eine Wäscherei mit Trocknern und Bügeleisen, die man für die kleine Wäsche zwischendurch selbst nutzen konnte.