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Running on Waves Schiffsbewertung

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Mit der RUNNING ON WAVES bin ich im Juni 2022 in der griechischen Ägäis gesegelt. Der 11 Jahre alte Drei-Master bot Platz für 36 Passagiere, war aber nur mit 16 Teilnehmern belegt, die von einer 18-köpfigen Crew verwöhnt wurden.
Die Passagiere kam alle aus dem deutschsprachigen Raum, während die Crew überwiegend osteuropäischer Herkunft war.
Mit einer Länge von 64m bot die RUNNING ON WAVES weniger das Gefühl, eine Segelkreuzfahrt zu machen, sondern eher das Gefühl, auf einer Privatyacht zu Gast zu sein.

RUNNING ON WAVES Erfahrung

RUNNING ON WAVES  Segelkreuzfahrten

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Die RUNNING ON WAVES ist ausschließlich in den Sommermonaten im östlichen Mittelmeer unterwegs, so dass sich das Leben überwiegend an Deck abspielt. Ein Sonnendeck mit Liegestühlen und Whirlpool ludt Sonnenanbeter ein, während sich im Heck ein großer, überdachter Bereich mit Loungemöbeln befand mit viel Platz im Schatten. Die „Ocean Bar“ verband die beiden Bereiche und verfügte neben der Bar über weitere Sitzgelegenheiten. Unter Deck gab es eine weitere Bar mit einem Restaurant, das als Multifunktionsraum für Brettspiele, zum Lesen oder für Filmvorführungen diente. 

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Auf der RUNNING ON WAVES bewohnte ich eine 16qm große Kabine der A-Klasse. Sie lag in einem Zwischengeschoss auf dem Hauptdeck, so dass man große Fenster hatte, die etwas oberhalb des Laufdecks lagen. D.h. man hielt die lichtdurchlässigen Vorhänge meistens geschlossen, von Passanten auf dem Laufdeck hätte man aber auch nur die Beine gesehen und wäre umgekehrt auch nicht beobachtet worden. Ein Doppelbett, eine Konsole und eine Sitzecke sorgten für eine recht großzügiges Raumgefühl für diese Schiffsgröße. Eine Minibar war mit Wasserflaschen bestückt. 
Das Bad war hingegen sehr klein und mit einem Duschvorhang versehen. 

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Gastronomie:

Die Mahlzeiten auf der RUNNING ON WAVES konnten leider nicht an Deck eingenommen werden und wurden alle als Buffet serviert. Das Frühstück ließ keine Wünsche offen. Es gab wohltuend viele Brotsorten und Croissants, aufgeschnittenes Gemüse und Obst, Bircher Müsli, aber auch Griechischen Joghurt und Saaten sowie meine geliebten Beeren. Auch die warmen Gerichte waren überdurchschnittlich mit Käseomelett, griechischen überbackenen Tomaten und echten Crêpes. Frisch gepresster Orangensaft rundete das Frühstück ab. 
Mittag- und Abendessen bestanden im Wesentlichen aus vier Gängen. Eine sehr schmackhafte Suppe wurde serviert, gefolgt von einem Vorspeisenbuffet und einer Auswahl verschiedener Hauptgerichte. Zum Nachttisch gab es ein Auswahl von gut portioniertem Obst und einer Süßspeise.
Bei den Vorspeisen hätte ich mir mehr Varianz gewünscht, bei den Hauptgängen weniger Paniertes. Insgesamt waren die Zutaten von sehr hoher Qualität und die Weine hochpreisig.
Vermisst habe ich lediglich nachmittags Kaffee und Kuchen.

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Service:

Die Crew der RUNNING ON WAVES bestand aus verschiedenen Nationalitäten, wobei der Schwerpunkt auf Ukrainern lag. Die Seele des Schiffes und die hauptsächlichen Ansprechpartner für die Passagiere waren ein österreichisches-deutsches Paar, der Hoteldirektor Robert und die Kreuzfahrtdirektorin Claudia, die omnipräsent waren und sich ein Bein ausrissen für Ihre Passagiere. Über das ganze Schiff verteilt gab es blaue Funkglocken, über die bequem und schnell Servicepersonal herbeigerufen werden konnte.

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Unterhaltung:

Auf der RUNNING ON WAVES stand das Meer und die besuchten Inseln im Mittelpunkt. Wie auf einer Privatyacht gab es kein großartiges Unterhaltungsprogramm. Für Abwechslung sorgten die normalerweise stattfindenden Fotosafaris und das Aufentern in die erste Saling, das Segelsetzen, Knotenkunde. Mit den Mitseglern kam man schnell in Kontakt. Brettspiele waren vorhanden.

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Sport/Wellness:

Auf der RUNNING ON WAVES gab es kein Wellness- oder Sportangebot. Die Barkentine hatte aber eine Badeplattform, von der aus geschwommen werden konnte, wenn das Schiff vor Anker lag. Standup-Paddleboards und Kajaks standen kostenlos zu Verfügung. Motorisierter Wassersport wurde gegen Bezahlung angeboten.

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Nebenkosten:

Auf der Running on Waves hielten sich die Nebenkosten sehr in Grenzen, da alle Getränke (außer Spirituosen und Champagner) sowie das WLAN (300 MB) im Reisepreis enthalten waren. Landausflüge organisierte die Kreuzfahrtdirektorin gerne zum Selbstkostenpreis.

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Dresscode:

Der Dresscode war auf der RUNNING ON WAVES leger. Zum Abendessen trugen die Herren lange Hosen und ein Hemd oder Polo, die Damen sah man in Hose mit Bluse oder Kleid.

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Tipps/Empfehlungen:

Wie jeder Rahsegler benötigt die RUNNING ON WAVES ordentlich Wind, um ins Laufen zu kommen. Die zweite Jahreshälfte ist dafür in der Ägäis besser geeignet, da dann der Meltemi weht. Wassersportaktivitäten und Schwimmen sind dann u.U. nur eingeschränkt möglich.
Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie in den Kabinen sehr wenig Stauraum haben.

Vermeiden Sie hohe Schuhe, da es einige recht steile Treppen gibt. Um das Teakdeck zu schonen, sollte man auf spitze Absätze verzichten.

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Besonderheiten:

Die RUNNING ON WAVES ist in Privatbesitz und ist nur an wenigen Terminen im Jahr für Kreuzfahrer buchbar. Wenn bei Ihnen nicht das Segeln im Fokus steht, haben Sie hier die Möglichkeit, echtes Privatyacht-Feeling zu genießen.

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