Sailing-Classics Schiffsbewertung

CHRONOS  Schiffsbewertung

Sailing-Classics Segelkreuzfahrten

Wir sind Anfang Oktober 2018 mit der CHRONOS an der Côte d’Azur gesegelt. Es war keine der normalen Segelreisen, die Sailing-Classics anbietet, sondern eine Regattabegleitfahrt bei der berühmten Regatta „Voiles des Saint-Tropez“. Dadurch waren unter den Gästen zahlreiche passionierte Segler, die aus Deutschland und den Anrainerstaaten kamen. Das Durchschnittsalter lag bei ca. 60 Jahren, auch wenn die Gäste gefühlt jünger waren.

Die CHRONOS ist das richtige Schiff für alle, die Wasser, Wind und Wellen noch intensiver erleben und einen zwanglosen und erholsamen Yachturlaub verbringen wollen. Mit so einem kleinen Schiff lernen Sie malerische Häfen kennen und ankern in einsamen Buchten. Nirgendwo entspannt man besser, als wenn man auf dem warmen Teakdeck liegt, dem Plätschern des Wassers lauscht und sich von den Wellen wiegen lässt.

Besonders schön war es zu erleben, wie schnell sich unter den Mitseglern eine nette Gemeinschaft bildete, in der viele anregende Gespräche geführt wurden.

Die CHRONOS ist ausschließlich in Schönwetterregionen unterwegs, so dass sich das Leben überwiegend an Deck abspielt. Auf dem weitläufigen Teakdeck befinden sich Deckchairs und viele gepolsterte Liege- und Sitzbereiche. Im hinteren Bereich der Yacht ist der überdachte Ess-und Aufenthaltsbereich sowie das Deckshaus, in dem bei Schlechtwetter gegessen wird.

Wir bewohnten eine 12qm große Deluxe-Kabine mit zwei Bullaugen. Neben einem Doppelbett gab es einen Schrank, aber keine Sitzgelegenheit. Das Bad hatte einen maritimen Teakfußboden und eine Dusche mit Glastür. Ein Föhn war vorhanden.

Eine Klimaanlage konnte die Außentemperatur um ca. 4 Grad herunterkühlen.

Zwei kleine Wasserflaschen standen bereit und konnten jederzeit an der Bar aufgefüllt werden.

Wie auf allen Segelyachten dienten die Kabinen nicht zum Aufenthalt. Insofern erfüllten sie auch ihren Zweck voll und ganz.

Gastronomie:

Alle Mahlzeiten wurden an Deck eingenommen und nur selten war es nötig, bei den Mahlzeiten wetterbedingt unter Deck Schutz zu suchen.

Zum Frühstück gab es ein Buffet mit selbst gebackenem oder aufgebackenem Brot und Brötchen, vielseitige Aufschnittplatten, liebevoll angerichtetes Gemüse, eine Müslimischung, Joghurt und Obstsalat mit täglich wechselnden Früchten.

Das Mittagessen bestand aus einem Gang, der serviert wurde, gelegentlich auch als Flying Dinner an Deck. Nachmittags standen mehrere Kuchen zur Auswahl und abends wurden drei Gänge serviert.

Das Essen war natürlich auf den deutschen Geschmack abgestimmt und viel besser, als man es auf einer eher kleinen Yacht erwarten würde. Der Vorteil eines kleinen Schiffes machte sich hier besonders bemerkbar. So konnte der Koch frische Austern und Muscheln einkaufen oder es gab einmal Croissants oder Pain au Chocolat zum Frühstück.

Für den kleinen Hunger zwischendurch standen eine Obstschale und Nüsse bereit und man konnte sich jederzeit an der Getränkebar mit Kaffee, verschiedenen Teesorten oder selbst gemachtem Ingwertee sowie Wasser bedienen.

Service:

Die Crew bestand überwiegend aus Holländern, mit denen auf Deutsch oder Englisch kommuniziert wurde. Die Deckcrew lud jederzeit zur Mithilfe beim Segeln ein und erklärte bereitwillig jeden Handgriff. Die Brücke stand immer zur Besichtigung offen und eine ausführliche Führung durch den Maschinenraum und durch die Brücke wurden angeboten.

Die Servicecrew war sehr freundlich und erfüllte jederzeit persönliche Wünsche und bot unaufgefordert Getränke an Deck an.

Unterhaltung:

Das Unterhaltungsprogramm bestand aus der Mithilfe beim Segeln, dem Besuch auf der Brücke oder der Führung durch den Maschinenraum. Das Besondere auf so einer Seereise sind die netten Gespräche mit den Mitseglern und der Crew, die täglichen Landgänge oder Badestopps. Zeit zum Lesen, zum Entspannen, Barfußlaufen. Mehr braucht es nicht.

Nach dem „Captain’s Dinner“ am letzten Abend wurde die Deckfläche mit Hilfe fetziger Musik und guter Stimmung zu einer Open-Air Disko.

Sport/Wellness:

Bei entsprechenden Wetterbedingungen ist vor Anker Wassersport möglich. Von (Wasserski, Wakeboard, Tuberiding oder Bananaboat) bis zu Kayak fahren, Segeln, Schnorcheln oder Standup-Paddling ist alles möglich. Für die motorisierten Sportarten wird ein kleiner Kostenbeitrag erhoben.

Morgens, vor dem Frühstück, oder nachmittags nach dem Ankern ins Wasser zu springen, war an allen Tagen möglich.

Nebenkosten:

Getränke, abgesehen vom Tafelwasser, müssen bezahlt werden. Die Preise sind moderat. So kosten 0,3l Bier 3 Euro, eine Flasche Wein der Hausmarke 18 Euro.

Dresscode:

Der Dresscode war sehr leger. Alles, was bequem ist und das Sitzen an Deck oder das Liegen im Bugsprietnetz verträgt, ist sinnvoll. Wie auf Yachten, üblich wurde auch hier meistens barfuß gelaufen, was eine Wohltat für die Füße war. Beim „Captain’s Dinner“ machte man sich etwas zurecht, was maximal ein Hemd bei den Männern bedeutete. Empfehlenswertes Schuhwerk: flache Schuhe mit heller Sohle und Flipflops oder Tewas für das Anlanden mit den Dinghis.

Tipps/Empfehlungen:

Ich berate Sie gerne bei der Wahl des richtigen Routings in Abhängigkeit von Ihrer Affinität zum Segeln und Ihrer Seefestigkeit.

Besonderheiten:

Die CHRONOS hat hervorragende Segeleigenschaften und segelt fast 90% der Zeit. Auf einigen Segelreisen ist ein Reiseleiter an Bord.

Bei Sailing-Classics haben Segler die Möglichkeit, Segeln zu lassen und verwöhnt zu werden.  Nichtseglern erschließt sich die Welt des Segelns in einer perfekten Verbindung zwischen Natur, Wassersport und Komfort.

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